Was soll diese Aktion eigentlich?


Nun man sollte sich folgende Fakten einmal vor Augen halten:

  • Im Moment zahlt ein Schulkind das den MVV benutzt mehr für seinen Weg in die Schule und wieder nach Hause als seine Eltern in die Arbeit oder seine Großeltern wenn sie das Seniorenticket benutzen. (Dazu mehr unter "Fahrpreiserhöhung? nein D:-(nke!")
  • Erst nach mehrfachem Protest hat die MVG in ihrer Anti-Schwarzfahrwerbung darauf verzichtet , ausschließlich Jugendliche als Schwarzfahrer darzustellen. Zur Erinnerung an die alten Kampagnen der MVG empfehlen wir die von uns nachgestellten Plakate auf den Seiten "Fahrpreiserhöhung?" zu betrachten.
  • Für die MVG ist ihr Image besonders wichtig. Für Verkehrsunternehmen ist es viel wichtiger, was ihre Kunden über sie denken als in den meisten anderen Dienstleistungsbereichen. Deshalb hat die MVG eine eigene Marketingabteilung um zu analysieren, wie die Firma angesehen wird. Das wäre kein Problem, wenn in den jährlichen Umfragen (die einen großen Haufen Geld Kosten) wie die MVG gesehen wird, was man verbessern könnte, wie der Service ist, auch mal jemand unter 18 Jahren gefragt würde. Aber die MVG hat nach eigenen Angaben kein Interesse daran zu wissen, was Kinder und Jugendliche über sie denken, da diese ja nicht ausweichen, also aufs Auto umsteigen können. Dass der 17 Jährige von heute bereits morgen einen Führerschein haben kann, dass er Fahrrad fährt oder läuft scheint die MVG nicht zu glauben.
    Natürlich ist es an sich nicht schlimm, dass die MVG die unter 18-Jährigen nicht mit einbezieht. Aber die Folge davon ist zum einen, dass jugendliche Interessen bei der MVG kaum bekannt sind und zum anderen die Kunden von Morgen bereits heute verprellt werden.
  • Nach den U-Bahnschläger-Attacken im Frühjahr 2008 wurde ein Alkoholverbot für alle Fahrzeuge der MVG erlassen. Das an sich ist ja kein Problem, wenn nicht die Begründung gewesen wäre jugendliche Gewalttäter damit aus der U-Bahn zu verbannen. Jedoch muss man die Maßnahme insgesamt in Frage stellen, da das benutzen des MVV ist auch alkoholisiert erlaubt. Der Witz bei der ganzen Sache ist außerdem: in S-Bahnen (die von der Deuschen Bahn AG betrieben werden) der Linie S8 ist es zeitweilig möglich von Zugbegleitern ganz offiziell Alkoholische Getränke zu erwerben. Diese Getränke dürfen dann aber nicht in Fahrzeuge der MVG mitgenommen bzw. dort konsumiert werden. (Zur Erläuterung: Die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) betreibt in München die U-Bahnen, Busse und Trambahnen. Die S-Bahnen werden von der Deutschen Bahn betrieben. Die MVG und die S-Bahn sind mit anderen Beteiligten im MVV (Münchner Verkehrs-Verbund) zusammengeschlossen.


Nun, aber was kannst du da jetzt machen?

Zuerst einmal kannst du es dir merken, dich aufregen, es lächerlich oder übertrieben finden. Alles ist recht. Aber das wichtigste: Rede darüber! Spreche mit möglichst vielen Freunden, Verwandten und bekannten, damit das Thema "ins Gerede kommt". Wenn etwas Thema in der Gesellschaft ist, stehts nicht nur bald in der Zeitung, sondern beschäftigt auch die Stadtpolitik.
Spreche deinen nächstbekanten Politiker, also Stadtrat, Bezirksausschussmitglied, Bundes- oder Landttagsabgeorneten an.
Frage der nächsten Kundenbefragung der MVG, warum Kinder mehr zahlen müssen um in die Schule zu fahren, als ihre Eltern.

Und das sind nur die Dinge, die du ab sofort machen kannst.

Oder du willst bei uns gleich mitmachen? Z.b. bei Flashmobs oder weiteren Aktionen? Oder du willst einfach mehr Infos oder Feedback geben?
Das wäre wirklich toll! Benutzte dazu einfach das Kontaktformular!

Wir freuen uns über jede Reaktion!



Für die Leute die sagen "Das ist zwar blöd, aber muss ich jetzt deswegen etwas machen?": Wann ist denn die Grenze überschritten, hinter der man vom selbstbezogenen und bequemen Menschen zum Bürger wird und sich am Geschehen in der Welt beteiligt?

getragen durch den Kreisjugendring München-Stadt und gefördert durch die Landeshauptstadt München

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